Über StEG

StEG 2016 bis 2019: Vertiefende Analysen zur individuellen Förderung an Ganztagsschulen

Individuelle Förderung zielt auf eine bessere Passung zwischen individuellen Lernvoraussetzungen und Lernangeboten ab und ist eine der zentralen Forderungen der Bildungspolitik und Öffentlichkeit an die Bildungspraxis. Mit Ganztagsschulen ist vor allem die Erwartung verbunden, dass diese durch die Gestaltung der zusätzlich zum Unterricht stattfindenden Angebote sowie Möglichkeiten der multiprofessionellen Kooperation besonderes Potenzial zur individuellen Förderung bieten. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass die aktuelle Ganztagsschullandschaft diese Erwartungen noch nicht umfassend erfüllt. Gleichermaßen liefern die bisherigen Ergebnisse aus der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) wichtige Hinweise zu Gelingensbedingungen individueller Förderung. So betonen sie vor allem die Bedeutung der Teilnahme an den Angeboten, der Angebotsqualität, der Verzahnung von Angebot und Unterricht sowie der professionsübergreifenden Kooperation als wichtige Handlungsfelder. Aktuell mangelt es jedoch an Vertiefungsstudien, die diese Ansatzpunkte individueller Förderung in längsschnittlichen Erhebungen und unter Einsatz von Interventionsstudien systematisch untersuchen, um hieraus Erklärungs- und Handlungswissen für die Ganztagsschulpraxis ableiten zu können.

Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG): Ein Kooperationsprojekt

Seit 2005 wird mit der „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ (StEG) ein länderübergreifendes Forschungsprogramm zur Entwicklung von Ganztagsschulen und -angeboten gefördert. Januar 2016 begann die dritte Förderphase der Studie (2016-2019). Das Projekt  wird von einem Konsortium bestehend aus vier führenden Wissenschaftlern der beteiligten Institute geleitet: Prof. Dr. Eckhard Klieme (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung [DIPF]), Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (Deutsche Jugendinstitut [DJI]), Prof. Dr. Holtappels (Institut für Schulentwicklungsforschung [IFS]) und Prof. Dr. Ludwig Stecher (Justus-Liebig-Universität Gießen [JLU]). In der laufenden Förderphase wird das Kooperationsprojekt durch drei weitere Partner verstärkt. Während das DIPF mit der Universität Kassel kooperiert, arbeitet das DJI mit der Universität Marburg und das IFS mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg zusammen.

Erfahren Sie mehr:
> zu den zentralen Themen der dritten  Phase von StEG
> Details zum Systemmonitoring Ganztagsschule

Mit unserer Forschung wollen wir Bildungsverwaltung, Bildungspolitik und die einzelnen Schulen dabei unterstützen, den Ganztag systematisch weiterzuentwickeln. Diesem Ziel dient das Systemmonitoring Ganztagsschule, das bereits seit 2005 Bestandteil von StEG ist.

Systemmonitoring Ganztagsschule

Übergreifend geht StEG in dieser Förderphase vertiefend der Frage nach, welchen Beitrag Ganztagsschulen zur individuellen Förderung leisten können. Dabei liefert das für 2018 unter Beteiligung aller Institute angesetzte und seit 2005 durchgeführte Systemmonitoring Diagnosewissen als Beschreibung von Ist-Zuständen und Veränderungen mit einem speziellen Fokus auf individueller Förderung. Mit den Befragungen erfassen wir vor allem inhaltliche Informationen dazu, wie die Ganztagsschulen strukturiert und organisiert sind. Dabei berücksichtigen wir auch die unterschiedlichen Modelle von Ganztagsschule, die in den einzelnen Ländern existieren. So wollen wir noch weitere Ansatzpunkte für die systematische Weiterentwicklung der einzelnen Schulen aufzeigen.

Teilstudien von StEG

Um der Komplexität des Themas „individuelle Förderung an Ganztagsschulen“ Rechnung zu tragen, werden ergänzend zum Systemmonitoring verschiedene Teilstudien durchgeführt. Allen Teilstudien gemeinsam ist ein längsschnittliches Design, das Erklärungswissen als Beschreibung individueller Entwicklungsverläufe in Abhängigkeit von institutionellen und individuellen Merkmalen liefert. Zudem entwickeln drei der vier Teilstudien in enger Zusammenarbeit mit Praxisexpertinnen und -experten Interventionsprogramme, begleiten deren Umsetzung an den Schulen wissenschaftlich und evaluieren die Maßnahmen anschließend. Diese Studien liefern Handlungswissen, das dazu dient, Gelingens- und Misslingensbedingungen spezifischer Maßnahmen zu erkennen und daraus Handlungsempfehlungen für eine veränderte Praxis ableiten zu können.

 

Sie interessieren sich für weitere Informationen?

Hier erfahren Sie Näheres zur ersten und zweiten Phase von StEG.
Hier finden Sie unsere Broschüre zu den Ergebnissen der ersten und zweiten Phase als PDF.
Hier finden Sie die detaillierte Darstellung der aktuellen Teilstudien.