Der Alltag hinter den Daten

Wie müssen Ganztagsschulen und ihre Angebote gestaltet sein, damit sie die angestrebten Wirkungen erzielen? StEG soll auf diese Frage Antworten finden, die für alle Ganztagsschulen in Deutschland gelten. Für eine unserer Teilstudien haben wir jedoch ganz bewusst einen anderen Ansatz gewählt: In StEG-Q konzentrieren wir uns auf konkrete Handlungen und auf die individuellen Wahrnehmungen von Einzelpersonen.

Erfahren Sie mehr:

> über die Fragstellungen, die wir in dieser Teilstudie bearbeiten
> darüber, wie diese Untersuchung die weiteren Teilstudien von StEG ergänzt
> zu den verschiedenen Erhebungsmethoden, die wir in dieser Teilstudie einsetzen

Handeln und wahrnehmen

Auf der Handlungsebene wollen wir beispielsweise herausfinden: Inwiefern verhalten sich die Schülerinnen und Schüler in den Ganztagsangeboten anders als im Unterricht? Wie wirken ihre Handlungen mit denen der Betreuerinnen und Betreuer zusammen, sodass eine gute Lernatmosphäre entsteht? Und wie gehen Lehrkräfte und weiteres pädagogisch tätiges Personal vor, um Qualitätsanforderungen in der Praxis umzusetzen?

Auf der Ebene der persönlichen Wahrnehmungen und Bewertungen wollen wir unter anderem erfahren: Was können die Schülerinnen und Schüler aus ihrer Sicht in den Ganztagsangeboten lernen? Welche Vorteile und welche Nachteile haben sie ihrer Meinung nach durch die Teilnahme am Ganztag? Wie empfinden die Lehrkräfte und das weitere pädagogisch tätige Personal das soziale Klima an der Schule? Und woran machen die Befragten ihre Bewertungen jeweils fest?

Details als logische Ergänzung

Bislang gibt es kaum wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse darüber, wie der Alltag an deutschen Ganztagsschulen tatsächlich abläuft. Unsere Analysen tragen also zunächst einmal dazu bei, eine grundsätzliche Forschungslücke zu schließen. Zusätzlich können wir im Rahmen von StEG sogar noch einen Schritt weiter gehen – indem wir unsere praxisnahen Informationen systematisch mit den Ergebnissen der weiteren Teilstudien verknüpfen: Während in den anderen Untersuchungen schriftliche Fragebögen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zum Einsatz kommen, nutzen wir in diesem Teilprojekt mündliche Erhebungsmethoden, bei denen die Befragten frei erzählen. So können wir uns in den schriftlichen Befragungen gezielt auf ganz bestimmte Aspekte von Ganztagsschule konzentrieren. Unsere mündlichen Erhebungen ergänzen diese Erkenntnisse um breiter gefächerte, individuelle Aussagen.

So könnte in einer der schriftlichen Erhebungen eine Aussage zum Sozialverhalten beispielsweise lauten: „Ich helfe meinen Mitschülerinnen und Mitschülern“. Die Befragten wählen ihre Antwort dann aus mehreren Optionen aus – etwa „immer“, „meistens“, „selten“ oder „nie“. Auf Basis solcher Angaben lassen sich generelle Aussagen darüber treffen, wie stark das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler ausgeprägt ist. Mit unseren mündlichen Interviews können wir in StEG-Q daran anknüpfen und Näheres zu den Hintergründen erfahren: Wie sieht diese Hilfe aus? In welchen Situationen wird sie angeboten? Und erfolgt sie aus eigenem Antrieb oder auf Bitten eines Erwachsenen? Indem wir die verschiedenartigen Ergebnisse kombinieren, erhalten wir einen besonders umfassenden Blick auf unser Forschungsthema „Ganztagsschule“.

Sie interessieren sich für weitere Details zu unserer Vorgehensweise?

Hier finden Sie nähere Informationen zum Forschungsdesign dieser Teilstudie.